Indemini ist ein abgelegenes, typisch tessinisches Steindorf in der Gemeinde Gambarogno – hoch über dem Lago Maggiore, nahe der italienischen Grenze. Es liegt auf etwa 930–950 m ü. M. und hat seinen ursprünglichen Charakter als Bergdorf bewahrt: eng aneinander gereihte Häuser, Steindächer, Balkone, Treppen und verwinkelte Gassen.
Besonders eindrücklich ist die Lage im Valle Veddasca, das sonst weitgehend italienisch geprägt ist – Indemini war lange ein echtes „Dorf am Rand der Schweiz“. Spannend: Eine befahrbare Strasse von der Gambarogno-Seite gibt es erst seit dem frühen 20. Jahrhundert (1917).
Für Ausflügler ist Indemini vor allem als Ziel einer aussichtsreichen Wanderung bekannt – etwa von der Alpe di Neggia über den Monte Gambarogno mit grandiosem Blick auf den Lago Maggiore. Unterwegs kommt man je nach Route an der Alpe Cedullo und beim Oratorio di Sant’Anna vorbei, bevor der Weg ins Dorf hinunterführt.
Wer Ruhe, Ursprünglichkeit und Panorama sucht, findet in Indemini einen wunderbar entschleunigenden Tessin-Ausflug – fernab der grossen Touristenzentren.